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Free University of Bozen - Bolzano

Instrumente der Qualitätssicherung

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Der Prozess der Qualitätssicherung zur AVA-Akkreditierung und zu der Erreichung der strategischen Ziele der Freien Universität Bozen gestaltet sich durch eine Reihe von Instrumenten in den Bereichen Lehre, Forschung und Dritte Mission, Dienstleistungen und Rekrutierung von akademischem Personal.

Wie in den Richtlinien für das das Qualitätsmanagement der Freien Universität Bozen dargelegt, ist der Prozess der Qualitätssicherung mit dem jährlichen und mehrjährigen Planungsprozess der Universität verknüpft: Er wird von einem zentralen digitalen Monitoring System überwacht und stellt einen Qualitätszyklus zur transparenten Kontrolle von Lehre, Forschung und Personal dar.

Darüber hinaus stellt das Qualitätspräsidium viele zusätzliche Instrumente als Unterstützung für die Fakultäten und Studiengänge zur Verfügung: Richtlinien, Erläuterungen, Vorlagen, Arbeitsanweisungen, rechtliche Hinweise und Informationsveranstaltungen.

  1. Qualität in der Lehre
  2. Qualität in Forschung und Dritter Mission
  3. Qualität der Dienstleistungen
  4. Qualität in der Berufung des akademischen Personals

 

1. Qualität in der Lehre

Der Dialog mit den Stakeholdern

Als Stakeholder der Universität werden alle Interessensgruppen aus der Wirtschaft, dem Dienstleistungssektor und den Institutionen bezeichnet.

Der kontinuierliche Dialog mit den Stakeholdern - öffentliche und private Institutionen und Unternehmen, Wirtschafts- und Unternehmerverbände, Berufsorganisationen - ist ein wichtiges Instrument zur Qualitätssicherung der Studiengänge.

Hauptziel ist es, die Übereinstimmung zwischen der Bildungsnachfrage, den beruflichen Profilen, den spezifischen Ausbildungszielen des Studiengangs und der Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen regelmäßig zu überprüfen. Darüber hinaus werden die konkreten Berufschancen für Absolventen und die erforderlichen Kompetenzen ermittelt. Sektorenspezifische Studien können ebenso berücksichtigt werden. Die Stakeholder werden sowohl bei der Einrichtung eines neuen Studiengangs als auch bei späteren Erhebungen hinzugezogen.

Das Qualitätspräsidium hat Leitlinien und eine Protokollvorlage hierzu erstellt.

Der jährliche Überprüfungsbericht

Ein wichtiger Teil des Qualitätssicherungsprozesses sind die jährlichen und zyklischen Überprüfungsberichte der Studiengänge.

Mit den neuen AVA 2.1-Richtlinien wurde eine neue Form des jährlichen Überprüfungsberichtes (ital. Scheda di monitoraggio annuale) eingesetzt: er besteht aus einem kurzen und kritischen Kommentar zu den quantitativen Indikatoren von ANVUR.

Jeder Studiengang:

  • erkennt aus der Reihe von Indikatoren die für ihn wichtigsten in Bezug auf Charakter und Ziele des Studiengangs heraus;
  • kommentiert die Indikatoren seiner Wahl;
  • kann sich mit den Studiengängen der gleichen Klasse und Typologie (Bachelor, Master, einstufiger Masterstudiengang.... etc.) sowie derselben geografischen Region vergleichen.

Auf diese Weise können sowohl Stärken als auch deutliche Abweichungen zum nationalen oder makroregionalen Durchschnitt erkannt werden; außerdem können Verbesserungsmaßnahmen für  kritische Situationen innerhalb des Studiengangs identifiziert werden.

Mit dem jährlichen Überprüfungsbericht ist die Selbstevaluierung der Studiengänge in Form und Inhalt vereinfacht. Das Qualitätspräsidium hat Leitlinien und ein Template hierzu erstellt.

Der periodische Überprüfungsbericht

Der periodische Überprüfungsbericht ist integraler Bestandteil der Qualitätssicherung der Studiengänge.

Er besteht aus einer eingehenden und allgemeinen Selbstevaluierung des Studiengangs, basierend auf allen Analysefaktoren und den daraus resultierenden Maßnahmen im besagten Referenzzeitraum.

Der periodische Überprüfungsbericht wird mindestens alle fünf Jahre erstellt und hat keine feste Frist.

In dem Bericht identifiziert und analysiert der Studiengang die wichtigsten Kritikpunkte und Herausforderungen und schlägt Verbesserungsmaßnahmen vor, die im nächsten Zyklus umgesetzt werden sollen. Insbesondere ist der Bericht als Selbsteinschätzung in Hinblick auf die entsprechenden Qualitätsanforderungen (R3) angedacht und hat - im Vergleich zum jährlichen Überprüfungsbericht - ein flexibleres Format und ist in der Regel umfangreicher und detaillierter.

Das Qualitätspräsidium stellt eine Vorlage nach dem von ANVUR erstellten Modell und Leitlinien zur Verfügung, um die Arbeit der Studiengangsräte (in ihrer Funktion als Qualitätskommissionen der Studiengänge) zu unterstützen.

Der Jahresbericht der Paritätisch-didaktischen Kommissionen

Die Paritätisch-didaktischen Kommissionen (CPDS) sind ein grundlegendes Organ im Qualitätssicherungsprozess und erstellen einen jährlichen Bericht zur Evaluierung der Lehrtätigkeit an der Fakultät mit Vorschlägen für Verbesserungsmaßnahmen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Ergebnisse der Lehrevaluation durch die Studierenden gelegt, die auf kritischen Situationen in den einzelnen Studiengängen hinweisen. Der Bericht basiert auf einer unabhängigen Analyse und nicht auf dem jährlichen und periodischen Überprüfungsbericht der Studiengänge.

Der Jahresbericht wird dem Qualitätspräsidium, dem Evaluierungskomitee sowie den Studiengängen bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres zugestellt. Die Studiengänge arbeiten daraufhin in Zusammenarbeit mit der Paritätisch-didaktischen Kommission oder anderen Studentenvertretern Verbesserungsvorschläge aus.

Das Qualitätspräsidium stellt Leitlinien und ein Template für die Erstellung des Jahresberichts zur Verfügung.

Die "Scheda Unica Annuale"

Die Scheda Unica Annuale ist ein Tool für die Konzeption, Umsetzung, Selbstevaluierung und Neugestaltung der Studiengänge.

Die SUA-Datenbank eines Studiengangs muss innerhalb Mai eines jeden Jahres ausgefüllt werden und besteht aus den folgenden Abschnitten:

1. Der Abschnitt "Qualität" ist das Hauptinstrument des Systems der Selbstevaluierung, der periodischen Evaluierung und der Akkreditierung und zielt auf:

  • die Definition des Ausbildungsbedarfs;
  • Ausführungen zum Lehrangebot;
  • die Zertifizierung der Lernergebnisse;
  • die Klärung der Rollen und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit dem Qualitätssicherungssystem der Universität;
  • eine regelmäßige Überprüfung der Ausgestaltung des Studiengangs, um notwendige Änderungen vorzunehmen.

2. Der Bereich "Verwaltung" enthält die Angaben zur Einrichtung und Aktivierung des Studiengangs sowie das Lehrangebot.

Einige Teile der SUA-CdS sind öffentlich und über das Portal www.universitaly.it im Abschnitt zum Lehrangebot zugänglich.

Zeitplan für die Datenbank SUA-CdS:

Die Syllabi

Die Syllabi der unibz sind anhand einer gemeinsamen Vorlage vereinheitlicht und müssen in Englisch und der offiziellen Unterrichtssprache des Studiengangs (falls nicht Englisch) verfasst werden. Das Qualitätspräsidium stellt eine Vorlage zur Verfügung.

Die Fristen für das Hochladen der Syllabi in die SUA-CdS sind für Ende Februar für die Lehrveranstaltungen des zweiten Semesters des laufenden Studienjahres und Ende September für die Lehrveranstaltungen des ersten Semesters des neuen Studienjahres festgelegt.

Die Einrichtung und Überarbeitung der Studiengänge

Die Einrichtung oder Abänderung von Studiengängen basiert auf den Richtlinien des Consiglio Universitario Nazionale und auf den Richtlinien zur Erstakkreditierung für neue Studiengänge (siehe Gesetzgebung).

Die Freie Universität Bozen hat spezifische Arbeitsabläufe für die Analyse und die Genehmigung von Studiengängen definiert, die sowohl für die Einrichtung neuer Studiengänge als auch für Vorschläge zur Änderung der Studiengangsordnung und zur Änderung der Studiengangsregelungen der bestehenden Studiengänge gelten.

Leitlinien, Vorlagen und ein Glossar wurden als Unterstützung hierzu erstellt (Zugang über login).

Leitlinien, Template und Glossar

2. Qualität in Forschung und Dritter Mission

2. Qualität in Forschung und Dritter Mission

Die Autonome Provinz Bozen hat zusammen mit der Freien Universität Bozen und Eurac Research einige Forschungsbereiche definiert, die auf die in der Smart Specialization Strategy der Provinz formulierten territorialen Ziele eingehen.

Die unibz fördert eine qualitativ hochwertige, interdisziplinäre und transdisziplinäre Forschung, unterstützt durch ein effizientes Forschungsmanagementsystem. Sie fördert die Qualitätssicherung in der Forschung in allen wissenschaftlich-disziplinären Bereichen und strukturiert gemeinschaftliche Prozesse.

Die unibz überprüft regelmäßig die wissenschaftliche Produktion seiner Dozenten und Forscher und sorgt für Transparenz durch digitale Anwendungen zur Analyse, Überprüfung und Bewertung.

Die Leitlinien für die Qualitätssicherung der Forschung und der Dritten Mission definieren die beteiligten Akteure, Methoden und Richtlinien.

Für die Qualitätssicherung in der Forschung sind die Fakultäten und Kompetenzzentren die Ansprechpartner. Im Mittelpunkt steht die präzise Bewertung der Forschungsergebnisse, wie auch die auf nationaler Ebene zur Verfügung gestellten Instrumente, die SUA-RD und die VQR.

Der Überprüfungsbericht für die Forschung (Scheda Unica Annuale per la Ricerca Dipartimentale) - SUA-RD

Die SUA-RD ist integraler Bestandteil des Systems der Selbstevaluierung, Evaluierung und Akkreditierung (AVA) und enthält Informationen und Daten, die für die Bewertung der Forschung nützlich sind.

Die SUA-RD ist in drei Teile gegliedert:

  • Teil I: Ziele, Ressourcen und Management der akademischen Struktur
  • Teil II: Forschungsergebnisse
  • Teil III: Dritte Mission

Das Qualitätspräsidium stellt Leitlinien mit Informationen und operativen Anweisungen für das Erstellen der SUA-RD sowie ein Template zur Verfügung. Darin ist die Sammlung von Daten zu den Forschungsaktivitäten mit einer Selbstevaluierung verknüpft, um, wo notwendig, Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.

Die Bewertung der Forschungsqualität - VQR

Das Projekt zur Bewertung der Forschungsqualität (VQR) zielt auf die Bewertung der Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung ab, die von staatlichen und nichtstaatlichen Universitäten, von öffentlichen Forschungseinrichtungen unter der Aufsicht des Ministeriums für Bildung, Universität und Forschung (MIUR) und von anderen öffentlichen und privaten Forschungseinrichtungen durchgeführt wird. Die VQR ist in 16 Forschungsbereiche unterteilt.

Die jüngste VQR bezieht sich auf den Vierjahreszeitraum 2011-2014, wobei sich die unibz besonders in den Bereichen Informatik und Wirtschaft hervorhebt.

Dritte Mission

Im Rahmen der Dritten Mission werden die Aktivitäten des Kultur- und Innovationstransfers als eine Aufgabe zur Förderung der Wertschöpfung für Unternehmen und die Gesellschaft verstanden.

Die Aktivitäten zur Dritten Mission der unibz sind, gemäß der Leistungsvereinbarung, unterteilt in:

a) Public Engagement und Verbreitung der Kultur;
b) Auftragsforschung, -weiterbildung und -entwicklung;
c) Verwaltung und Wertschöpfung des geistigen Eigentums;
d) Förderung und Gründung von Unternehmen aus Forschungsergebnissen (Spin-offs);
e) Lebenslanges Lernen;
f) Förderung der Kreativität und des Unternehmergeistes unter den Absolventen.

Die Aktivitäten der Dritten Mission in unibz gliedern sich daher in die Bereiche Wissens- und Technologietransfer, die Einrichtung des Studium Generale, die Initiativen des Lebenslangen Lernens wie Junior Uni, Senior Students, Master der Grund- und Aufbaustufe, der universitäre Berufsbildungskurs zur Lehrbefähigung für Mittel- und Oberschulen oder das Projekt unitedbz, ein Projekt für Asylbewerber und Flüchtlinge als außerordentliche Studierende.

3. Qualität der Dienstleistungen

3. Qualität der Dienstleistungen

Die unibz arbeitet eng mit dem lokalen und überregionalen Schulsystem zusammen, um bei den Schülern das Bewusstsein für die Wahl einer Universität zu schärfen und die Oberschulen in der Förderung der Schüler, die ein Universitätsstudium anstreben, zu sensibilisieren.

Die Studienberatung bietet angehenden Studierenden Informationen über das Lehrangebot und über die Welt des Studiums. Sie organisiert spezifische Initiativen wie den Open Day, die Teilnahme an Orientierungsmessen und Besuche an Oberschulen in Italien und im Ausland, Beispielvorlesungen an Schulen oder an der Universität oder die Orientierungswoche in Zusammenarbeit mit der Universität Trient.

Die Internationalität der unibz spiegelt sich in den vielen Partneruniversitäten wider, in internationalen Studiengängen mit Doppel- oder Gemeinschaftsabschlüssen und im hohen Anteil an Studierenden und Professoren aus dem Ausland. Das Sprachenzentrum bietet intensive Vorbereitungskurse an und unterstützt die Studierenden in ihrer Laufbahn.

Die unibz steht zudem im ständigen Dialog mit Vertretern der Arbeitswelt, die in die Planung und Überprüfung der Studiengänge mit einbezogen werden.

Wie im Dokument Qualitätspolitik der Freien Universität Bozen beschrieben, stärkt die unibz die Effizienz ihrer Dienstleistungen auch durch ein Klima des gegenseitigen Vertrauens und des Dialogs zwischen Verwaltung und akademischem Personal.

4. Qualität in der Berufung des akademischen Personals

4. Qualität in der Berufung des akademischen Personals

Die Berufung, Karriere und berufliche Weiterentwicklung des akademischen Personals an der unibz werden durch die Richtlinien für Berufungsverfahren für Professoren auf Planstelle, Stiftungsprofessoren, namhaften Professoren und von Forschern mit befristeten Arbeitsvertrag geregelt.

Die unibz fördert die Karriere ihres akademischen Personals und bietet wissenschaftlichen Mitarbeitern anhand von eigenen internen Verfahren Weiterbildungsmöglichkeiten an. Sie fördert die Verbesserung und Innovation der Lehre sowie die Verbindung von Lehre und Forschung.

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